Value Investing

Margin of Safety Rechner

Sicherheitsmarge nach Benjamin Graham — ist der Puffer groß genug?

Margin-of-Safety Rechner

Sicherheitsmarge nach Benjamin Graham

33.33%
Sicherheitsmarge
0%25%50%75%100%
✅ Ausreichend Sicherheitsmarge (≥25%)
💡 Benjamin Graham empfahl mindestens 25-35% Sicherheitsmarge. Je höher die Unsicherheit, desto größer sollte der Puffer sein.

Vereinfachte Berechnung. Tatsächliche Werte können aufgrund individueller Faktoren abweichen. Keine Anlageberatung.

📖 Wie funktioniert dieser Rechner?

  1. 1Berechne zunächst den inneren Wert (Fair Value) der Aktie — z.B. mit unserem DCF-Rechner.
  2. 2Gib den berechneten intrinsischen Wert in das erste Feld ein.
  3. 3Trage den aktuellen Börsenkurs in das zweite Feld ein.
  4. 4Die Sicherheitsmarge = (Innerer Wert − Kurs) ÷ Innerer Wert × 100.
  5. 5Benjamin Graham empfahl mindestens 25–35% Sicherheitsmarge. Der grüne Balken zeigt, ob diese Schwelle erreicht ist.

Die wichtigste Regel der Börse: Die Sicherheitsmarge (Margin of Safety)

Wenn man die Investmentlegende Warren Buffett bittet, die gesamte Philosophie des erfolgreichen und profitablen Investierens auf nur drei kleine kleine Wörter zu reduzieren, nennt er immer exakt dieselben: "Margin of Safety" (Die Sicherheitsmarge). Dieses fundamentale Grundkonzept wurde bereits in den 1930er Jahren von seinem Mentor, dem berühmten Professor Benjamin Graham (dem Urvater des Value Investings), in dessen Bestseller "The Intelligent Investor" erschaffen und ist bis heute die absolute Lebensversicherung für dein Depot.

Warum du unbedingt einen Sicherheitspuffer brauchst

Egal wie brillant dein Excel-Modell ist, egal wie haargenau du den Intrinsischen Wert (Fair Value) einer Aktie per Discounted-Cashflow-Analyse ausgerechnet hast: Du wirst dich unweigerlich irgendwann irren! Die Zukunft ist absolut unberechenbar. Das Management könnte fatale Fehlentscheidungen treffen, ein unerwarteter Konkurrent ruiniert das Geschäftsmodell oder eine globale Pandemie legt die Wirtschaft lahm.

Die Sicherheitsmarge ist dein massiver Airbag gegen exakt diese unvermeidbaren Fehler. Wenn du ausrechnest, dass eine Einzelaktie basierend auf ihren Gewinnen eigentlich einen korrekten, fairen Wert von exakt 100 Euro besitzt, dann darfst du sie als Value-Investor niemals für 100 Euro, 95 Euro oder 90 Euro kaufen. Der Puffer für böse Überraschungen ist hier viel zu dünn. Benjamin Graham forderte gnadenlos einen Preisrabatt von mindestens 25 Prozent bis 30 Prozent.

Der asymmetrische Vorteil: Wie man gewinnt, selbst wenn man falsch liegt

  • Rechnest du dir einen Wert von 100 Euro aus und wendest eisern eine Sicherheitsmarge von 30 % an, wartest du stoisch, bis der gierige und panische Markt dir die Aktie für 70 Euro vor die Füße wirft.
  • Szenario 1 (Du lagst richtig): Der Markt erkennt irgendwann seinen massiven Fehler. Die Aktie steigt von 70 Euro zurück auf ihren völlig korrekten Fair Value von 100 Euro. Du streichst einen fantastischen Kursgewinn von fast 43 % ein!
  • Szenario 2 (Du lagst meilenweit daneben): Du hast das Wachstum völlig überschätzt. Der faire Wert der Aktie liegt in absoluter Wahrheit schockierenderweise gar nicht bei 100 Euro, sondern eigentlich nur bei mickrigen 75 Euro. Weil du dich aber gezwungen hast, dank der Margin of Safety gnadenlos günstig bei 70 Euro (dem rabattierten Preis) einzusteigen, hast du trotzdem absolut kein Geld vernichtet!

Experten-Fazit: Die Sicherheitsmarge dämpft nicht nur Verluste massiv ab, sie erhöht auch gleichzeitig dramatisch dein Renditepotenzial (Upside-Potential). Nutze unseren Rechner, bestimme zunächst deinen strengen Fair Value und zwinge dich durch die Margin of Safety zur Geduld. Erfolgreiche Value-Investoren kaufen keinen Euro, der 95 Cent kostet – sie warten, bis der Markt ihnen einen echten Euro für 70 Cent verkauft.

FAQ

Die Sicherheitsmarge (Margin of Safety) ist der prozentuale Rabatt, mit dem eine Aktie unter ihrem inneren Wert gehandelt wird. Benjamin Graham empfahl mindestens 25-35%.
Sie schützt gegen Fehleinschätzungen. Jede Bewertung basiert auf Annahmen — die Sicherheitsmarge puffert Fehler ab und reduziert das Verlustrisiko.