Der Freistellungsauftrag: Steuerfreies Geld vom Finanzamt
Wer hart arbeitet und sein mühsam verdientes Geld mutig an der Börse in Aktien, ETFs oder schlichtweg in Festgeld anlegt, der wird von Vater Staat für seinen finanziellen Sachverstand im Erfolgsfall sofort wieder abgestraft. Denn auf jeden Euro Zins, Dividende oder Kursgewinn hält das deutsche Finanzamt sofort in Form der unbeliebten Abgeltungssteuer (Kapitalertragsteuer) von satten 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag (und gegebenenfalls Kirchensteuer) die Hand auf. Es gibt jedoch einen absolut legalen, staatlich abgesegneten Schutzschild gegen diesen automatischen Steuerabzug: Den persönlichen Sparerpauschbetrag.
Was bewirkt der Sparerpauschbetrag genau?
Der Gesetzgeber billigt jedem Bürger in Deutschland einen echten Steuerfreibetrag für seine Kapitaleinkünfte zu. Dieser wurde zuletzt deutlich angepasst: Er liegt für Alleinstehende bei exakt 1.000 Euro im Jahr und für zusammenveranlagte Ehepaare bei kraftvollen 2.000 Euro (Stand 2023/2026).
Die grausame Mechanik: Ohne dein eigenes Zutun weiß deine Bank nämlich rein gar nichts davon, ob du diesen Pauschbetrag bei einer anderen Bank nicht doch schon längst restlos verpulvert hast. Tust du also als Anleger nichts, greift die Bank ab dem allerersten Cent, den du als Dividende erhältst, erbarmungslos zu und überweist rund 26,375 % pauschal ab an das zuständige Betriebsstättenfinanzamt.
Die Waffe des Anlegers: Dein rechtzeitiger Freistellungsauftrag
Die Lösung ist simpel – und dennoch verschenken Millionen Deutsche jedes Jahr aus Unwissenheit unfassbare Summen: Mit einem Freistellungsauftrag entziehst du dem automatischen Steuerabzug der Bank die Grundlage und befreist deine Kapitalerträge bis zur erlaubten Grenze komplett von der Besteuerung! Du bevollmächtigst deine kontoführende Bank oder den Neo-Broker formell dazu, den Steuerabzug für Dividenden und Ausschüttungen im Voraus sofort zu blockieren, anstatt dir das dir zustehende Geld peinlich genau Jahr für Jahr über die Lohnsteuererklärung (Anlage KAP) wieder mühselig zurückholen zu müssen.
- Clever aufteilen: Hast du dein klassisches Tagesgeld bei der DKB, deine ETF-Sparpläne bei Trade Republic und ein Zocker-Depot für Krypto bei Scalable Capital? Kein Problem! Du darfst deine 1.000 Euro beliebig atomisieren und auf so viele Banken verteilen (splitten), wie du willst. Hast du bei einer Bank einen ETF liegen, der erfahrungsgemäß 300 € pro Jahr ausschüttet, stellst du dort einfach treffsicher 350 € ein.
- Die Ehegatten-Regelung: Verheiratete können den großzügigen 2.000-Euro-Topf komplett gemeinsam ausschöpfen, völlig losgelöst davon, wem die Konten tatsächlich gehören oder wer wie viel Rendite erzielt.
Der Zinseszins-Booster: Unterschätze niemals die Wucht des Freistellungsauftrags in deinem Zinseszins-Schneeball! Wer die 1.000 Euro Freibetrag voll ausschöpft, behält jedes Jahr über 263 Euro an Steuern ein. Würdest du diese "geschenkten" 263 Euro über 30 Jahre lang zu 7 % an der Börse konsequent und automatisiert reinvestieren, gewinnst du an deinem Renteneintrittstag aus den reinen gesparten Steuern einen Bonus von mehr als 26.000 Euro in dein Vermögen! Nutze deshalb unseren Rechner, um dein Verteilungspuzzle optimal abzustimmen und keinen einzigen Euro ungenutzt liegen zu lassen.
